AR – Augmented Reality

Unter Augmented Reality (Erweiterte Realität) versteht man die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung. Diese Information kann alle menschlichen Sinne ansprechen, im Moment beschränkt sich das Konzept zumeist auf die Ergänzung von Bildern oder Videos mit computergenerierten Zusatzinformationen oder virtuellen Objekten mittels Einblendungen oder Überlagerungen. Bei den virtuellen Objekten kann es sich um schlichte Texthinweise aber auch um komplexe dreidimensional animierte Grafiken und Bewegtbild- Sequenzen handeln.

Entscheidend für das Konzept ist die nahtlose Kombination der virtuellen Objekte mit den in Echtzeit erzeugten Bildern der realen Umgebung. Dazu können graphische Symbole als Marker eingesetzt werden, deren Codes der Software signalisieren, wo im Bild das Objekt zu platzieren ist. Bei Smartphone-basierten AR-Anwendungen werden Objekte dagegen über GPS-Daten mit Örtlichkeiten verknüpft. Diese Technik hat allerdings noch einen Streuverlust von bis zu acht Metern und berücksichtigt nicht das reale Sichtfeld der Nutzer, was insbesondere in Gebäuden zu Problemen führt. In der Zukunft werden AR-Anwendungen daher vermehrt Bildund Umrisserkennungsprogramme zur Platzierung der virtuellen Objekte nutzen. Augmented Reality ist auch stark abhängig von der graphischen Leistungsfähigkeit des Wiedergabemediums. Aufwendige Animationen sind derzeit nur auf stationären AR-Terminals oder im Internet möglich. Mobile Augmented Reality beschränkt sich dagegen meist auf einfache Textsymbole.

Die Befürworter sehen in Augmented Reality ein Konzept, das das Internet aus dem Computer holt und den realen Alltag zum Interface macht. So können Marker um Codes erweitert werden, die es dem User ermöglichen, durch Verdecken des Markers weitere Funktionen des virtuellen Objekts zu nutzen. Bei GPS-basierten AR-Anwendungen lassen sich Interaktionsmöglichkeiten mit Geodaten verknüpfen, so dass der User eine Aktion des virtuellen Objekts auslöst, indem er zu einem bestimmten Ort geht. Spieleentwickler setzen bei Augmented-Reality-Games auf Touchscreens zur direkten Interaktion mit den virtuellen Objekten. In ersten Designstudien werden auch schon mit Sensoren gekoppelte Projektoren getestet, die ein virtuelles Interface auf Objekte in der Umgebung des Users projizieren.

Quelle: screen.tv no.3 http://www.screen.tv/ausgabe_03/titel/seite_2.html